Zahnimplantate sind in den Kieferknochen eingesetzte Titanschrauben. Durch ihre Verwendbarkeit als Träger von Zahnersatz übernehmen Zahnimplantate die Funktion künstlicher Zahnwurzeln. Hierbei werden sie im Allgemeinen in den Kieferknochen (enossale Implantate) eingedreht (über ihr Schraubgewinde) oder einfach eingesteckt. Sie verbinden sich innerhalb von 3 bis 6 Monaten mit dem umgebenden Knochen zu einer festen, äußerst belastungsfähigen Trägereinheit.

Was ist ein Implantat?

Die Implantation ist der Zahnersatz durch eine chirurgisch eingeschraubte künstliche Zahnwurzel in den Alveolarknochen, welches ein seit Jahren praktiziertes, erfolgreiches Verfahren ist.
Das Implantat besteht meistens aus Titan, welches durch eine außergewöhnlich hohe Gewebsakzeptanz ausgezeichnet ist und die knöcherne Verwachsung zw. Implantat und Knochen möglich macht. Das Implantat verursacht, erwiesenermaßen, keinerlei bösartige Veränderungen im Organismus.

Wer kommt dafür in Frage?

Jeder eine gute Mundhygiene erhaltene kann und keine weiteren Kontraindikationen gegen den Eingriff vorliegen. Die knöcherne Integration des Implantates erfolgt problemlos bei 95%-97% der Behandelten, darüber hinaus gibt es einige Faktoren die für den Erfolg einer Implantation entscheidend sind: starkes Rauchen, schlechte Mundhygiene verschlechtern die Prognose einer Implantation; weiters erhöht sich bei Diabetes, schweren Herz- Kreislauferkrankungen das Risiko bei Implantationen; bei Patienten unter 18 Jahren oder Schwangeren ist die Implantation nicht ratsam;

Ablauf:

Implantation:
Unter Lokalanästhesie wird die Implantationsstelle durch einen Schnitt durch die Gingiva freigelegt. Dann wird das Implantat nach den Vorbohrungen in den Knochen eingesetzt und das Zahnfleisch wieder über dem Implantat durch eine Naht verschlossen. Die Naht muss nach ca. 7 Tagen wieder entfernt werden.
Einheilphase:
3-6 Monate

Eröffnung und Zahnfleischformung:
Durch einen kleinen Schnitt wird der Implantatskopf freigelegt und eine Heilschraube auf das Implantat aufgeschraubt. Diese Schraube muss min. 7-14 Tage einheilen, weil in dieser Zeit sich die Schleimhaut um den Implantathals wie bei einem natürlichen Zahn formen muss, sodass ein optimales ästhetisches Ergebnis gewährleistet werden kann.
Abformung:
Die Heilschraube wird durch einen Implantatpfosten ausgetauscht und der zahntechnische Abdruck angefertigt. Der Zahntechniker fertigt dann auf diesen Abdruck den jeweiligen Zahnersatz an.

Eingliederung:
Der fertige Zahnersatz wird auf den Implantatpfosten befestigt.

Zeitumfang:
Man muss ca. 3-6 Monate vom Zeitpunkt der Implantation bis zum fertigen Zahn rechnen. Falls noch ein Zahn an der Implantationsstelle vorhanden ist und dieser noch extrahiert werden muss, kann man mit weiteren 3-6 Monaten rechnen. Den genauen Ablauf entscheidet der behandelnde Arzt.

Was kann man tun bei zuwenig Knochen?

Wenn der vorhandene Knochen für die Implantation nicht ausreicht, kann man einen Knochenaufbau bzw. Ersatz machen. Für die Implantation ist eine Knochendicke von 6mm notwendig und eine Knochenlänge (in Implantatrichtung) von min. 8-10mm notwendig. Wenn eines dieser Werte unterschritten wird muss es zum Knochenaufbau durch sterile, gewebefreundliche Knochenersatzmaterialien (z.B. Bioos) kommen, weiters kann auch eigener Knochen dafür entnommen werden.

Oft kommt es im Oberkiefer im Seitenzahnbereich vor, dass zu wenig Knochen vorhanden ist. Durch längere Zahnlosigkeit wird hier der Knochen besonders schnell abgebaut, es befinden sich hier auch die Kieferhöhlen, also reicht die Knochenstärke zw. Mundhöhle und Kieferhöhle nicht aus, dann muss ein so genannter Sinuslift erfolgen. Hierbei wird die Schleimhaut der Kieferhöhle angehoben und das Knochenersatzmaterial hier eingebracht. Dieses Operationsverfahren ist eine sehr gute und sichere Methode um die Knochenmenge zu erhöhen.

Ob die Implantation zeitgleich mit dem Knochenaufbau erfolgen kann, hängt von den anatomischen Gegebenheiten ab und kann nur vom Chirurgen entschieden werden. Bei sehr wenig eigenem Knochen muss oft zuerst der Knochenaufbau erfolgen, erst dann kann nach 6-8 Monaten die Implantate gesetzt werden.

Knochenersatz=Augmentation:

Falls nicht genügen Knochen vorhanden ist, kann der fehlende Knochen durch Knochenersatzmaterial ergänzt werden. Dieser Eingriff kann zeitgleich mit der Implantation geschehen oder muss 3-6 Monate vor der Implantation erfolgen. Ausschlaggebend ist hierfür das Ausmaß des Knochenverlustes.

Nachsorge:
Nach der Anfertigung des Zahnersatzes ist eine optimale Mundhygiene erforderlich. Weiters sind die Kontrolluntersuchungen unerlässlich, hier werden Röntgenaufnahmen gemacht um den Zustand der Implantate zu Prüfen und bei Bedarf kann eine professionelle Zahnhygiene durchgeführt werden.

Wenn Ihr Implantat-Begandlunsplan über 10.000 EUR liegt, erhalten Sie 10% Rabatt, über 5.000 EUR erhalten Sie 5%. Wird der Gesamtbetrag der Behandlung durch Barzahlung in EUR beglichen, erhalten Sie zusätzlich einen Rabatt von 3%.

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